Skip to main content Skip to search Skip to main navigation
Fast delivery within 1-5 days** Fast delivery within 1-5 days**
Secure payment Secure payment
Private customer Business customer

Was 200.000 Hand-Unfälle im Jahr mit der Schnittschutzklasse zu tun haben.

Wusstest du, dass mehr als ein Drittel aller Arbeitsunfälle in der Industrie und im Handwerk die Hände betreffen? Tatsächlich machen Handverletzungen rund 30 % aller Arbeitsunfälle in Deutschland aus – damit sind sie die mit Abstand am häufigsten betroffene Körperregion. Besonders betroffen sind die Branchen Fertigung, Baugewerbe und Metallverarbeitung.

Das bedeutet: Wenn du beruflich mit scharfkantigen Materialien, Maschinen oder Werkzeugen zu tun hast, ist das Verletzungsrisiko verdammt hoch. Und doch sieht man immer wieder Kollegen, die ohne Handschutz arbeiten, als wären sie Bruce Willis in Stirb Langsam 5 („Ich brauch keine Handschuhe, ich hab Männerhände!“). Dumm nur, dass eine Sekunde Unachtsamkeit für einen mehrmonatigen Ausfall oder gar eine bleibende Verletzung sorgen kann. Tatsächlich zeigt eine Studie des BG Klinikums Hamburg, dass 87,6 % der Patienten nach einer schweren Handverletzung zwar wieder arbeitsfähig wurden, aber oft mit Einschränkungen.

👷 Kollege: „Ich hab noch nie eine Schnittverletzung gehabt!“

🔧 Maschine: „Lass uns das gleich mal testen.“

Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurden im Jahr 2023 insgesamt 783.426 meldepflichtige Arbeitsunfälle registriert. Eine Stichprobe von 6,7 % dieser Unfälle wurde detailliert analysiert, um die Verteilung der Verletzungen auf verschiedene Körperteile zu ermitteln. publikationen.dguv.de

Basierend auf dieser Stichprobe ergibt sich die obige Verteilung.

Schnittschutzklassen: Wissen, das unter die Haut geht

Was viele nicht wissen: Handschuhe sind nicht gleich Handschuhe. Es gibt verschiedene Schnittschutzklassen, die festlegen, wie widerstandsfähig ein Handschuh gegen scharfe Gegenstände ist.

Früher wurde das nach der Norm EN 388:2003 gemessen, indem ein Kreismesser mit 5 Newton Druck so lange über den Handschuh fuhr, bis das Material nachgab. Das wurde in Stufen von 1 bis 5 eingeteilt.

Dann kamen modernere Materialien ins Spiel, die den Test ins Schwitzen brachten. Glas- und Stahlfasern waren teilweise zu hartnäckig, und so wurde 2016 die EN 388:2016 Norm eingeführt. Hier gibt es einen neuen Test (ISO 13997), der die tatsächliche Kraft misst, die nötig ist, um das Material auf 20 mm zu durchtrennen. Das Ganze wird jetzt mit Buchstaben von A bis F bewertet – wobei F der Chuck Norris unter den Schnittschutzklassen ist.

Die richtige Wahl: Schnittschutzklassen sind nicht gleich Schnittschutzklassen

Das Problem ist: Viele Betriebe kaufen nach dem Motto "Irgendwas mit Schnittschutzklassen wird schon reichen". Dabei sind die Unterschiede gewaltig. Ein Handschuh mit Klasse A oder B kann einen kleinen Schnitt abwehren, aber wenn du mit Glas, Metall oder scharfkantigen Blechen arbeitest, brauchst du mindestens Klasse D oder höher.

Hier eine kleine Faustregel: 

  • Klasse A-C: Leichter Schutz, gut für allgemeine Industriearbeiten, geringe Gefahr.  
  • Klasse D-E: Für Glasverarbeitung, Metallarbeiten und riskante Montagen.
  • Klasse F: Maximale Sicherheit, z. B. für schwere Metallbearbeitung oder hohe Schnittgefahr.

Fazit: Schnittschutzklassen retten deine Finger!

Denk immer daran: Kein Job ist so eilig oder so wichtig, dass er ohne Schutz erledigt werden sollte. Investiere in die richtige Schutzklasse und sorge dafür, dass deine Kollegen es genauso tun. Denn seien wir ehrlich: Ein Schnittschutz-Handschuh ist deutlich billiger als ein langer Krankheitsausfall oder der Verlust deiner Handfunktion.

Denk dran: Hände sind das einzige Werkzeug, das du nicht im Baumarkt nachkaufen kannst.