Beeinträchtigung durch Stau auf dem Suezkanal

Beeinträchtigung durch Stau auf dem Suezkanal

Auswirkungen auf die Lieferzeiten durch Havarie der „Ever Given“


In der Nacht zu Mittwoch, den 24.03. ist das Containerschiff „Ever Given“ der Reederei Evergreen im Suezkanal auf Grund gelaufen und blockierte dort bis gestern Nachmittag die wichtigste Schifffahrtsstraße zwischen Asien und Europa.
Von den Auswirkungen sind nicht nur Waren auf der Ever Given, sondern auch die Waren auf den dahinter wartenden Schiffen betroffen.

Verkeiltes Schiff bringt Welthandel zum erliegen

Das 400 Meter lange und 59 Meter breite Containerschiff „Ever Given“ legte fast eine komplette Woche den internationalen Handel lahm. Das mit rund 18.000 Containern beladene Schiff war aus noch ungeklärten Gründen im 193 Kilometer langen Suezkanal auf seinem Weg von China in die Nordsee, nach Hamburg und Rotterdam, havariert.

Wann der Kanal wieder vollständig befahrbar ist, ist unklar. Pro Tag können etwa 50 bis 80 Schiffe den Suezkanal passieren. Bis sich der gebildete Rückstau vollständig aufgelöst hat, wird es noch mindestens mehrere Tage dauern.
Fast 400 Schiffe warten auf beiden Seiten des Suezkanals auf die Durchfahrt. Einige Reedereien haben Ihre Containerschiffe bereits um das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet. In den nächsten Wochen kann es zu massiven Beeinträchtigungen des Warenverkehrs kommen.

Derzeit müssen die Reedereien ihre Fahrpläne der Schiffe auf die aktuelle Situation einstellen. Routenänderungen, Auslassungen von Häfen und Entladungen von Containern in andere Häfen können die Folge sein. Unklar ist außerdem, ob die Reedereien Zuschläge verlangen werden.


Auswirkungen der Ever Given-Havarie auf den Export von Waren

Der Unfall der Ever Green und der damit verbundene, verzögerte Containerumschlag hat großen Einfluss auf den Warenexport, denn 98% der Containerschiffe fahren durch den Kanal, wenn diese zwischen China und Deutschland unterwegs sind. Etwa 8-9% der gesamten deutschen Warenimporte – und exporte sind davon betroffen.

Derzeit werden Transportkapazitäten und auch das nötige Equipment knapp. Ein möglicher Anstieg der Raten ist denkbar.
Ab Mitte der Woche werden erste Auswirkungen in den nördlichen Häfen (Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Rotterdam, und Antwerpen) spürbar werden, denn dann treffen dort nur noch wenige Güter aus Asien ein.
In ca. 2-3 Wochen ist dann mit einer ersten Überlastung zu rechnen, wenn der Export wieder anläuft. Viele der Schiffe, die den Suezkanal wieder passieren können, werden gleichzeitig mit den bereits um Afrika umgeleiteten Schiffen in den Häfen ankommen, was dort ein massives Stauproblem auslösen wird. Der Hafen Rotterdam erwartet neben der Ever Given 55 weitere Containerschiffe, 3 Tanker sowie einen Autotransporter.  
Dieses Szenario der Überforderung ist durchaus auch für den europäischen Binnenverkehr denkbar, denn viele Schiffe werden gleichzeitig entladen werden müssen. Die Folge: Ein hoher Mangel an Leercontainern.

Aktuelle Situation im Suezkanal

Am gestrigen Montagnachmittag gelang die vollständige Bergung des 400 Meter langen Containerschiffs. Dafür wurden nach Angaben des Bergungsunternehmens rund 30.000 Kubikmeter Sand weggebaggert.

Die Ever Given wird nun nach Norden, in Richtung des Großen Bittersees, gezogen, um dort auf mögliche Ursachen für die Havarie untersucht zu werden und den Unfallhergang möglichst schnell aufzuklären.  Unklar ist, wann das Schiff seine Fahrt nach Rotterdam fortsetzen kann.

Bis sich der Rückstau an beiden Enden des Suezkanals aufgelöst hat, wird es noch einige Tage dauern. Derzeit werde rund um die Uhr an einer Lösung gearbeitet.

Auswirkungen auf den Warenimport von Fitzner – Information für unsere Kundschaft und Partner:innen

Auch der Warenimport von Fitzner ist von den Auswirkungen der Havarie im Suezkanal betroffen. Da sich auch unsere Waren auf den beteiligten Schiffen befinden, ist mit einer Containerverspätung zu rechnen. Da unklar ist, wann betroffene Frachter den Kanal passieren und wann diese in ihrem Entladehafen abgefertigt werden, können wir derzeit leider keine zeitliche Einschätzung der Verzögerung geben.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Falls Sie Fragen zu Ihrer Bestellung haben, sind wir gerne für Sie da. Schreiben Sie uns per E-Mail unter [email protected] oder rufen Sie uns einfach an unter 05742 93030.


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