Normen & Richtlinien

Schutzkleidung

EN 13688 SCHUTZKLEIDUNG - ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN

Neben den jeweiligen Schutznormen muss Schutzkleidung der EN ISO 13688 entsprechen. Diese Norm legt übergeordnete Anforderungen für die Zertifizierung von Schutzkleidung fest, wie beispielsweise:
  • Die ergonomisch korrekte Gestaltung der Schutzkleidung
  • Die Unschädlichkeit der Schutzkleidung
  • Kennzeichnung der Wasch- und Reinigungsbehandlung
  • Gebrauchsinformation des Herstellers
  • Größenbezeichnung
  • Negative Auswirkungen der Reinigung sollte geprüft werden
  • Maßänderungen, Stoffalterungen, Prüfung auf Farbechtheit
Die EN 13688 für allgemeine Anforderungen an Schutzkleidung löst die vorherige EN 340 ab.


EN 1073-2 SCHUTZKLEIDUNG GEGEN PARTIKULÄRE, RADIOAKTIVE KONTAMINATION

Die EN 1073 Teil 2 definiert die Anforderungen und Prüfverfahren für unbelüftete Schutzbekleidung gegen partikulare, radioaktive Kontamination. Nach dieser Norm geprüfte Schutzbekleidung schützt den Träger vor radioaktiver Kontamination durch feste Partikel. 
Schutzkleidung gemäß EN 1073-2 schützt nicht vor radioaktiver Strahlung oder Kontamination durch radioaktive Substanzen, die von Patienten bei diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen ausgelöst werden kann.


EN 1149 SCHUTZKLEIDUNG – ELEKTROSTATISCHE EIGENSCHAFTEN

Die EN 1149 legt die Anforderungen und Prüfverfahren für elektrostatisch ableitfähige Schutzbekleidung fest. In explosionsgefährdeten Arbeitsbereichen darf sich die Schutzkleidung und der Träger nicht elektrostatisch aufladen. In diesen Arbeitsbereichen muss eine elektrostatisch ableitfähige Schutzbekleidung in Kombination mit ableitfähigen Sicherheitsschuhen auf ableitfähigem, geerdetem Fußboden eingesetzt werden. Die Schutzbekleidung verringert die elektrostatische Aufladung des Trägers und somit auch die Entstehung von zündfähigen Entladungsfunken.

Um eine elektrostatische Aufladung zu vermeiden bzw. sofort wieder abzugeben, werden im Gewebe der Schutzbekleidung ableitfähige Fäden eingewoben.

Die Norm unterteilt sich in:

DIN EN 1149-1
Prüfverfahren für die Messung des Oberflächenwiderstandes in Ohm (je geringer der Widerstand des Materials, desto schneller können die Ladungen abfließen)

DIN EN 1149-2
Prüfverfahren für die Messung des elektrischen Widerstandes

DIN EN 1149-3
Prüfverfahren für die Messung des Ladungsabbaus. Messung des Abbaus elektrostatischer Ladung von der Oberfläche der Kleidungsmaterialen

DIN EN 1149-5
Anforderungen an Materialien und Konstruktionen von elektrostatisch leitender Schutzkleidung, die als Teil eines geerdeten Systems verwendet wird, um feuergefährliche Endladungen zu vermeiden. Das Material muss entweder nach EN 1149-1 oder nach EN 1149-3 zertifiziert sein.


EN 13034 SCHUTZKLEIDUNG GEGEN FLÜSSIGE CHEMIKALIEN (BEGRENZT SPRÜHDICHT)

Die Norm EN 13034 spezifiziert die Mindestanforderungen an begrenzt sprühdichte Schutzanzüge des Typ 6 (Klassifizierung der Chemieschutzanzüge). Schutzbekleidung gemäß EN 13034 Typ 6 bieten in Arbeitsbereichen, in denen das Risiko einer chemischen Einwirkung als eher gering bewertet wird, eingeschränkten Schutz. Die Schutzbekleidung schütz vor leichten Spritzern und flüssigen Aerosolen (z.B. durch Sprays) von Chemikalien.
Die Schutzfunktion des Anzuges wird erzeugt durch eine spezielle Ausrüstung des Gewebes in Kombination mit der geforderten Verarbeitung, insbesondere der Nahtverarbeitung. Dabei wird hier insbesondere auf den Widerstand des Materials gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten und Sprays geprüft (Spray-Test).


EN 14126 SCHUTZKLEIDUNG GEGEN INFEKTIONSERREGER

Die EN 14126 legt die Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für Schutzkleidung gegen Infektionserreger fest. Geprüfte Schutzkleidung nach EN 14126 verhindert das Durchdringen von biologisch kontaminierten Flüssigkeiten (durch Bakterien). Sie schützt die Haut des Trägers vor einem möglichen Kontakt mit biologischen Stoffen und verhindert hierdurch eine mögliche Keimverbreitung.

Schutzkleidung nach dieser Norm ist zusätzlich wie folgt zu kennzeichnen:

  • Europäische Norm (DIN EN 14126)
  • Typ der Schutzkleidung nach den Festlegungen in Tabelle 6 (5?) mit dem Anhangsbuchstaben „B“, z. B. entsprechend der Norm DIN EN 14605 Typ 3-B
  • Piktogramm für biologische Gefahren
Die Norm 14126 testet das Material der Schutzanzuge auf folgende Widerstandsfähigkeiten:
  • Penetrationstest mit künstlichem Blut (ISO/FDIS 11603)
  • Widerstand gegen Viren (ISO/FDIS 16604)
  • Widerstand gegen Bakterien (ISO/DIS 22610)
  • Widerstand gegen Bio-Aerosole (ISO/DIS 22611)
  • Widerstand gegen kontaminierten Staub (ISO/DIS 22612)


EN 14605 SCHUTZKLEIDUNG GEGEN FLÜSSIGE CHEMIKALIEN

Die EN 14605 definiert die Mindestanforderungen an Chemikalienschutzkleidung mit flüssigkeitsdichten (Typ 3) oder sprühdichten (Typ 4) Verbindungen zwischen den Teilen der Kleidung. Klassifiziert wird in Ganzkörper- oder Teilkörperschutz von Chemikalienschutzkleidung. Für Schutzbekleidung, die nur einen bestimmten Teil des Körpers schützt, stellt die EN 14605 entsprechende Mindestanforderungen an die Nähte und das Material.

Chemikalienschutzkleidung wird nach folgenden Klassen unterteilt (die Teilung basiert grundsätzlich auf dem Anwendungsfall):

  

Typ 3 

Chemikalienschutzanzüge mit flüssigkeitsdichten Verbindungen - Prüfverfahren: Jet-Test

  

Typ 4 

Chemikalienschutzanzüge mit spraydichten Verbindungen - Prüfverfahren: Spray-Test

TYP PB (3)

Schutzkleidung für Teile des Körpers mit flüssigkeitsdichten Verbindungen

TYP PB (4)

Schutzkleidung für Teile des Körpers mit spraydichten Verbindungen


Prüfanforderungen an Schutzkleidung nach DIN EN 14605 sind:

  • Abriebfestigkeit
  • Biegerissfertigkeit
  • Biegerissfertigkeit bis -30°C
  • Weiterreißfestigkeit
  • Zugfestigkeit
  • Durchstichfestigkeit
  • Widerstand gegen die Permeation von Flüssigkeiten


EN 13982-1 SCHUTZKLEIDUNG GEGEN FESTE PARTIKEL

Die EN 13982-1 legt die Mindestanforderungen an Chemikalienschutzkleidung zum Schutz vor festen Teilchen und Aerosole (Typ 5) fest. Dies umfasst teilchendichte Chemikalienschutzkleidung, die widerstandsfähige Eigenschaften gegen die Penetration schwebender fester Teilchen (Schwebstaub) aufweist.

Bei dieser Schutzbekleidung handelt es sich um Ganzkörperschutzbekleidung. Diese bedeckt den Rumpf, die Arme und Beine des Trägers.


EN 343 SCHUTZKLEIDUNG – SCHUTZ GEGEN SCHLECHTES WETTER

Die EN 343 spezifiziert die Anforderungen für Arbeitsschutzkleidung zum Schutz gegen schlechtes Wetter. Gemäß EN 343 zertifizierte Schutzkleidung schützt den Träger gegen Regen, Nebel und Wind bei Temperaturen von größer gleich - 5 °C.

Schutzkleidung nach EN 343 ist auf Ihre Funktion getestet, einer hohen Wassersäule standzuhalten und Feuchtigkeit vom Körper weg zuleiten. Es werden zwei Leistungsparameter getestet, die jeweils in drei Klassen eingeteilt werden. Die Klasse 3 gilt als höchste Stufe.

X= Wasserdurchgangswiderstand (Wasserdichtheit):

Dieser Wert gibt den Widerstand des Stoffes und der Nähte gegen die Penetration einer Wassersäule an.

Klasse 1:
-
Klasse 2:
> 800 mmH2O
Klasse 3:
> 1300 mmH2O

In mmH2O wird die Höhe des Wasserdrucks während des Tests bezeichnet.

Y = Wasserdampfdurchgangswiderstand (Atmungsaktivität):

Dieser Wert gibt die Fähigkeit des Stoffes an, Wasserdampft durchzulassen. Je höher der Wert, desto höher ist die Fähigkeit Feuchtigkeit vom Körper weg zuleiten.

Klasse 1:
Ret: > 150
Klasse 2:
Ret: 20 - 149
Klasse 3:
Ret: 1 - 19


EN 20471 EHEMALS EN 471 WARNSCHUTZBEKLEIDUNG

Die EN 20471 spezifiziert die Mindestanforderung an Warnschutzbekleidung. Schutzbekleidung nach dieser Normvorgabe soll sicherstellen, dass der Träger bei allen Lichtverhältnissen am Tag sowie beim Anstrahlen von Licht in der Dunkelheit visuell wahrgenommen wird. Warnschutzbekleidung, die nach EN 20471 zertifiziert wurde, unterstützt somit die Sichtbarkeit in gefährlichen Situationen. Warnschutzbekleidung besteht größtenteils aus einem fluorierendem Grundmaterial, das durch ein reflektierendes Material ergänzt wird. Die Norm definiert hierbei die Anforderungen an die Materialen sowie deren Anordnung und Mindestflächen.

Die Norm 20471 ist in drei Klassen unterteilt. Die jeweiligen Klassen werden durch die Mindestfläche (Angabe in Quadratmeter) an Grundmaterial und reflektierendem Material bestimmt. Je höher die Klasse, desto höher die Sichtbarkeit:

Klasse
Material(m2)
Reflektierendes Material (m2)
1
0,14
0,10
20,50
0,13
30,80
0,20

X - Die Ziffer neben dem Warnwesten-Piktogramm zeigt die Klasse der Schutzkleidung entsprechend der Tabelle an. (max. Klasse 3)

Die EN 20471 ersetzt die ältere Norm EN 471. Um eine noch höhere Sichtbarkeit des Träger zu gewähren, wurde die ehemalige EN 471 durch eine neue Designvorschrift des reflektierenden Materials ergänzt. Um eine höhere Rundumsichtbarkeit gewähren zu können, muss das reflektierende Material rund um den Torso und die Arme angebracht werden. Zusätzlich werden vertikal laufende Reflektorstreifen gefordert.

Hinweis:

Die Wahl und Anwendung von Warnschutzbekleidung ist abhängig von der Beurteilung der Risiken sowie den jeweiligen Verhältnisse am Arbeitsplatz.


EN ISO 11611 SCHUTZKLEIDUNG FÜR SCHWEISSEN UND VERWANDTE VERFAHREN

Schutzkleidung, die die Anforderungen der EN 11611 erfüllt, schützt den Träger beim Schweißen und dazu verwandten Verfahren. Dem Träger wird ein Schutz vor kleinen Metallspritzern, kurzzeitigem Kontakt mit Flammen, strahlender Hitze von Lichtbögen sowie begrenzten elektrischen Ladungen geboten. Die Schutzfunktion der Bekleidung wird durch ein schwer- oder nicht entflammbares Gewebe in Kombination mit bestimmten Verarbeitungsmerkmalen erzeugt. Die Verarbeitungsmerkmale wie z.B. Ausführung der Taschen, der Jacken- und Hosenlänge sowie der Nähte sind in der EN 11611 definiert. Für die Einstufung als Schweißerschutzbekleidung wird die Bekleidung auf folgende Prüfparameter getestet:

  • Brennverhalten der Bekleidung nach EN ISO 15025:2000 (ehemals EN 532)
  • Wärmedurchgang nach EN ISO 6942:2002
  • Auswirkung von Spritzern aus geschmolzenem Metall nach EN ISO 9150


Schweißerschutzbekleidung wird in zwei Klassen unterteilt:

Klasse 1 (niedrigere Klasse):
Schützt bei weniger riskanten Schweißarbeiten und Situationen mit wenigen Spritzern und geringer Strahlungshitze. Leistungsanforderung: Beständigkeit gegen mind. 15 Metalltropfen. Wärmedurchgang (Strahlung) RHTI 24 ≥ 7 Sekunden

Klasse 2 (höhere Klasse):
Schützt bei Schweißarbeiten in engen Räumen und bei Arbeiten in Zwangshaltungen.
Leistungsanforderung: Beständigkeit gegen mind. 25 Metalltropfen.
Wärmedurchgang (Strahlung) RHTI 24 ≥ 16 Sekunden
Kennzeichnung der Schweißerschutzbekleidung:
Neben dem Schweißer Piktogramm sowie der Schutzklasse (1 oder 2) wird die Prüfung auf die begrenzte Flammausbreitung angegeben. Die Prüfung zur Flammausbreitung kann durch zwei verschiedene Verfahren testet werden. Möglich ist auch die Prüfung beider Verfahren (A1+A2).

Verfahren A – Oberflächenbeflammung:
Die Flamme wird mittig an der entnommenen Probe angesetzt.

Verfahren B – Kantenbeflammung:
Die Flamme wird am unteren Rand der entnommenen Probe angesetzt.


EN ISO 11612 EHEMALS EN 531 SCHUTZKLEIDUNG – KLEIDUNG ZUM SCHUTZ GEGEN HITZE UND FLAMMEN

Schutzkleidung, die die Anforderungen der EN 11611 erfüllt, schützt den Träger beim Schweißen und dazu verwandten Verfahren. Dem Träger wird ein Schutz vor kleinen Metallspritzern, kurzzeitigem Kontakt mit Flammen, strahlender Hitze von Lichtbögen sowie begrenzten elektrischen Ladungen geboten. Die Schutzfunktion der Bekleidung wird durch ein schwer- oder nicht entflammbares Gewebe in Kombination mit bestimmten Verarbeitungsmerkmalen erzeugt. Die Verarbeitungsmerkmale wie z.B. Ausführung der Taschen, der Jacken- und Hosenlänge sowie der Nähte sind in der EN 11611 definiert. Für die Einstufung als Schweißerschutzbekleidung wird die Bekleidung auf folgende Prüfparameter getestet:
Code-Buchstaben
Leistungsanforderung
Prüfung nach
Stufen
Bezeichnung
A
begrenzte Flammenausbreitung
EN ISO 15025:2002
2
A1 (Oberflächenbeflammung), A2 (Kantenbeflammung)
B
Konvektionswärme
EN ISO 9151:1995
4B0( < 4 Sek.), B1 (4-10 Sek.), B2 (10-20 Sek.), B3 (mind. 20 Sek.)
C
Wärmestrahlung
EN ISO 6942:2002
5C0 (< 7 Sek.), C1 (7-20 Sek.), C2 (20-50 Sek.), C3 (50-95 Sek.), C4 (mind. 95 Sek.)
Dflüssige Aluminiumspritzer
EN ISO 9185:2007
4D0 (<100 g), D1 (100-200 g), D2 (200-350 g), D3( mind. 350 g)
Eflüssige Eisenspritzer
EN ISO 9185:2007
4E0 (<60 g), E1 (60-120 g), E2 (120-200 g), E3 (mind. 200 g)
FKontakthitze
EN ISO 12127
4F0 (<5 Sek.), F1 (5-10 Sek.), F2 (10-15 Sek.), F3 (mind. 15 Sek.)


EN ISO 14116 SCHUTZ GEGEN HITZE UND FLAMMEN

Zertifizierte Schutzkleidung nach EN 14116 dient dazu, dem Träger der Kleidung bei vereinzeltem und kurzen Kontakt mit kleinen Flammen zu schützen. Im Falle des Kontakts wird von keiner wesentlichen Gefahr durch Hitze oder sonstigen Hitzequellen ausgegangen. Zum Schutz gegen Gefahren durch Hitze wird Schutzbekleidung gemäß EN 11612 empfohlen.

Schutzkleidung gemäß EN 14116 kann aus mehreren ein- oder mehrschichtigen Kleidungsstücken oder einem einzelnen Kleidungsstück bestehen. Alle Materialkombinationen müssen bei einer Prüfung nach ISO 15025 einen Index für begrenzte Flammausbreitung von 1, 2 oder 3 erzielen. Der Index gibt Auskunft darüber, welche Art des Brennverhaltens durch das Bekleidungsmaterial verringert wird.

Index für begrenzte Flammenausbreitung

Die Gewebeprobe wird dabei einer Flamme 10 Minuten lang ausgesetzt. Dabei ergeben sich folgende Abstufungen:

  • Index 1 (Flammenausbreitung, brennende Rückstände und nachglühende Eigenschaften, eine Lochbildung des Materials ist erlaubt)
  • Index 2 (wie Index 1 zuzüglich lochbildender Eigenschaften, wobei das Material erlöschen muss, bevor es den Probenrand erreicht hat)
  • Index 3 (wie Index 2 zuzüglich nachbrennender Eigenschaften, wobei diese Dauer höchstens 2 Sekunden dauern darf und es nicht zu einer Loch- und Schmelztröpchfenbildung kommen darf)
Bei Index 1 (geringster Schutz) kann die Schutzkleidung nur über einem Kleidungsstück mit dem Index 2 oder 3 getragen werden. Kleidung gemäß Index 1 darf nicht in Kontakt mit der Haut getragen werden, beispielsweise am Nacken oder Handgelenk.


EN 385 SCHUTZKLEIDUNG FÜR DIE BENUTZER VON HANDGEFÜHRTEN KETTENSÄGEN

Für Arbeiten mit Kettensägen sind aufgrund der hohen Gefahr besondere Anforderungen an die Schutzbekleidung zu stellen. Diese Anforderungen werden in den verschiedenen Teilen der EN 385 definiert.
Teil 5:
Legt die Anforderung des Beinschutzes fest. Die Anforderungen des Beinschutzes werden in drei verschiedene Ausführungen (Form A, B und C) unterteilt, diese unterscheiden sich in der Größe des Schutzbereiches. Für professionelle Anwender eignen sich die Formen A und B, deren Schutz primär auf der Frontseite beschränkt ist. Für weniger geübte Personen im Umgang mit Kettensägen empfiehlt sich die Form C, die einen Rundumschutz bietet. Die Schnittschutzklasse sollte in Abhängigkeit der Kettengeschwindigkeit gewählt werden.

Teil 11:
Regelt die Anforderungen an Oberkörperschutzmittel.


EN 61482-1-2 SCHUTZKLEIDUNG GEGEN THERMISCHE GEFAHREN EINES LICHTBOGENS

Die EN 61482-1-2 definiert die Anforderungen an Schutzbekleidung gegen thermische Gefahren eines Lichtbogens. EN 61482-1-2 zertifizierte Schutzkleidung ist geeignet für Arbeiten im Niederspannungsbereich, dort wo thermische Gefahren durch Störlichtbögen auftreten können. Als Test wird ein gerichteter Prüflichtbogen in einem Niederspannungsstromkreis verwendet (Box-Test). Dieser simuliert die Risiken einer Unfallsituation, die bei Arbeiten unter Spannung an elektrischen Schaltanlagen gegeben sind. Diese Schutzbekleidung ist keine isolierende Schutzausrüstung nach EN 50286.
Klassifizierung:
Die Schutzkleidung wird in zwei Schutzklassen unterteilt. Die Lichtbogendauer beträgt für beide Prüfklassen 500 ms.
Klasse 1: Prüfstrom 4 kA / 0,5 s
Klasse 2: Prüfstrom 7 kA / 0,5 s

Parallel wird die Wärmedurchgangsenergie ermittelt. Der ermittelte Wert muss unterhalb der Stoll-Kurve liegen, um den Schutz gegen Verbrennungen zweiten Grades zu gewährleisten. Weitere Anforderungen:
  • Nachbrennzeit < 5 s
  • Kein Durchschmelzen zur Innenseite
  • Keine Lochbildung größer als 5 mm im Durchmesser in der innersten Schicht
  • Verwendung eines hitzebeständigen Nähgarns (bis 260 °C)


EN 510 MASCHINENSCHUTZ

Festlegung für Schutzbekleidung für Bereiche, in denen ein Risiko des Verfangens in beweglichen Teilen besteht.

Schutzkleidung gemäß EN 510 minimiert das Risiko des Verfangens oder Einziehens von Textilien durch bewegliche Teile, wenn der Träger an oder in unmittelbarer Nähe von Maschinen oder Geräten mit gefährlichen Bewegungen arbeitet.
Um die Schutzfunktion gewährleisten zu können, weißt diese Schutzkleidung besondere Merkmale auf:
  • keine von außen zugänglichen Taschen,
  • keine genähten Falten,
  • verdeckt angebrachte Verschlüsse,
  • Allgemein eng anliegend.


EN 342 SCHUTZKLEIDUNG - KLEIDUNGSSYSTEME UND KLEIDUNGSSTÜCKE ZUM SCHUTZ GEGEN KÄLTE

Zertifizierte Schutzkleidung gemäß EN 342 schützt den Träger in kalten Umgebungsbereichen. Eine kalte Umgebung kann als eine Kombination aus Feuchtigkeit und Wind bei Lufttemperaturen von weniger als -5°C angesehen werden. Die Wärmeisolation der Schutzkleidung ist hierbei eine wichtige Eigenschaft. Wind und körperliche Tätigkeiten können die Wärmeisolation merklich verändern. Schweißbildung bei längerem Aufenthalt in der Kälte sollte vermieden werden, da die Feuchtigkeitsaufnahme die Isolation beeinträchtigt.

Die Schutzkleidung gemäß EN 342 wird in bestimmte Schutzklassen unterteilt. Die erste Zahl der EN 342 gibt Ausschluss über die Luftdurchlässigkeit der Schutzkleidung an und wird in die Stufen 1-3 unterteilt. Stufe 3 ist die höchste Schutzstufe, und schützt somit den Träger dieser Schutzkleidung dieser Stufe am besten vor dem Eindringen von Kaltluft. Die zweite Zahl legt die Widerstandsfähigkeit gegen das Eindringen von Wasser in die Stufen 1-2 fest. Die Stufe 2 gilt als höchste Klasse, da die Kleidung Wasserdicht ist und schützt somit am besten vor dem Eindringen von Wasser.
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