Wilhelm Fitzner Arbeitsschutzartikel

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Schutzhelme - behalten Sie mit uns einen kühlen Kopf! 

Auf Baustellen, in engen Schächten, in der Industrie oder anderen Gefahrbereichen gilt es den Kopf zu schützen. Schutzhelme schützen ihren Träger vor herabfallenden Gegenständen, pendelnden Lasten oder plötzlichen Anstößen an harten/scharfkantigen Gegenständen. Besonders herabfallende Objekte aus größerer Höhe können aufgrund ihrer Wucht lebensgefährlich für Arbeiter sein. Pendelnde Lasten werden häufig unterschätzt und können bei einer kleinen Unachtsamkeit zu gefährlichen Verletzungen führen. Neben dem eigentlichen Schutz vor Anstoßen und Aufprallen kann ein Sicherheitshelm auch bei z.B. Stromschlägen wenigstens den Kopf schützen.  Schutzhelme sind aus diesem Grund ein elementarer Bestandteil von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Hinsichtlich der Gefahrenbeurteilung des Arbeitsplatzes durch den Arbeitsgeber, besteht häufig eine Helmtragepflicht am Arbeitsplatz. Hierfür bieten wir Ihnen ein breites Spektrum an Schutzmaßnahmen für alle Bereiche. Ob Sie einen Helm oder nur eine Anstoßkappe benötigen, wir helfen Ihnen Ihren Kopf zu schützen. 

Schutzhelm oder Anstoßkappe (BaseCap) ?

Bei allen Tätigkeiten und Arbeiten, bei denen umfallende, herabfallende, herumfliegende oder pendelnde Gegenstände oder Stoffe, sowie Stoßverletzungen eine Gefahr darstellen, muss ein Schutzhelm getragen werden, der den Anforderungen der DIN EN 397 entspricht.

Wenn der Kopf nur durch Anstoßen an harte, feststehende Gegenstände verletzt werden kann, ohne das weitere Gefahren durch pendelende, herumfliegende oder umfallende Gegenstände besteht, sollen Industrie-Anstoßkappen (BaseCaps), welche die Anforderungen der DIN EN 812 erfüllen, eingesetzt werden.

Schutzhelme  - Materialien Helmschale

Gemäß dem Einsatzgebiet sollten hinsichtlich spezifischer Gefährdungspotenziale Sicherheitshelme mit unterschiedlicher Materialzusammensetzung und - leistungsfähigkeit eingesetzt werden. Hier wird unterschieden in: 

durch Wärme verformbare thermoplastische Kunststoffe (z.B. Polyethylen (PE), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polycarbonat (PC))

durch Wärme nicht verformbare duroplatische Kunststoffe (z.B. Glasfaser-Polyester (UP-GF), Textil-Phenol (PF-SF) und Naturfaser-Poly-Anilin-Acetat (PAA-NF))

Thermoplaste werden durch geeignete Temperaturen in einen plastischen Zustand versetzt und geformt. Zu berücksichtigen gilt, dass thermoplastische Kunststoffe insbesondere durch UV-Strahlungen altern. Die Alterung kann zu einer möglichen Minderung der Schutzeigenschaften führen. Seitens der Berufsgenossenschaft wird eine Gebrauchsdauer von einem Zeitraum von 4 Jahren ab Herstellerdatum vorgeschrieben. 

Duroplaste sind Kunststoffe, die aus mehreren Elementen (z.B. Fasermaterial und Harz) bestehen und durch einen Pressvorgang unter hohen Temperaturen und Druck aushärten. Im Vergleich zu Thermoplasten bieten Duroplasten eine höhere Chemikalien- und UV-Strahlungs-Beständigkeit, Formbeständigkeit bei Wärme, Bruchfestigkeit bei Kälte und eine besser Alterungsbeständigkeit. Durch ihre höhere Leistungsfähigkeit bieten diese Sicherheitshelme eine höhere Schutzfunktion. Durch die aufwändige Herstellung sind diese Sicherheitshelme jedoch ein Vielfaches teurer als Schutzhelme aus thermoplatischem Kunststoff. Oftmals kommen diese Schutzhelme an Arbeitsplätzen mit hoher Hitzeeinwirkung zum Einsatz. Im Gegensatz zu thermoplastischen Schutzhelmen hat die Berufsgenossenschaft eine mindestens doppelt so lange Gebrauchsdauer festgelegt. 

Unser Sortiment bietet Ihnen PE-Sicherheitshelme, ABS-Sicherheitshelme und PC Sicherheitshelme. Hierbei handelt es sich um die thermoplastischen Kunststoffe Polyethylen (PE), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Poylcarbonat (PC).

PE Sicherheitshelme oder auch Bauhelme,  überzeugen durch ihren geringen Preis und ihr geringes Eigengewicht, Einsetzbar bei Temperaturen von - 30°C bis max. 80°C

ABS Schutzhelme sind Hitze- und UV-Strahlungsbeständiger als PE Helme. Sie sind stabiler jedoch schwerer als PE Helme, Einsetzbar bei Temperaturen von - 30°C bis max. 95°C 

PC Schutzhelme sind leichter als ABS Helme und vom Material noch härter und stabiler.

Auch ihre Temperaturbeständigkeit ist höher. Einsetzbar bei Temperaturen von - 30°C bis max. 135°C.

Unsere Schutzhelme bieten, dank ihrem innovativen Schalen-Design, ein optimales Belüftungssystem welches durch seinen Kamineffekt immer einen gut geschützten, kühlen Kopf gewährt. Durch den somit verbesserten Tragekomfort erhöhen wir die Trageakzeptanz der Träger. 

Neben normal langen Schirmen bieten wir Ihnen auch eine weitere große Auswahl an Helmen mit gekürzter Schirmlänge, die ein größeres Blickfeld nach oben gewähren. Diese Helme werden häufig als Höhenarbeitshelm bezeichnet. Sie sind eine Kombination aus Kletterhelm und  Industriehelm.

Schutzhelm - Innenausstattung 

Kräfte, die im Falle (eines Aufschlages, Aufpralls) einer Beaufschlagung, auf einen Schutzhelm wirken, werden von der Innenausstattung verteilt und gedämpft. Somit spielt die Innenausstattung eines Schutzhelmes eine wichtige Rolle für die Schutzfunktion. Hier wird unterschieden zwischen Innenausstattungen mit reiner Kunststoff-Innenausstattung und solchen, die mit einem Gurtband-System ausgestattet sind. Gurtband-Systeme wie z.B. eine 6 oder 4 Punkt-Textil-Bebänderung stellen hinsichtlich der Sicherheit und dem Tragekomfort die bessere Variante dar. In Bereichen, wo der Träger mit hoher Strahlungswärme konfrontiert ist, kommen Innenausstattungen mit Federstahl und wärmebeständigen Kunststoffen zum Einsatz.

Unsere Schutzhelme überzeugen ihren Träger mit einem hohen Maß an Tragekomfort  und einer hervorragenden Passform durch eine 6-Punkt-Textil-Bebänderung, die eine optimale Gewichtsverteilung gewährt und somit ein sicheren Sitz bietet.

Verschluss: Das am häufigsten verwendete System ist das Kopfgrößen-Justierband (auch Stiftverschluss genannt), welches neben einer hohen Passgenauigkeit auch eine einfache und schnelle Kopfgrößenanpassung ermöglicht. Arten der Kopfgrößenanpassung:

Stiftverschluss: leicht zu verstellendes System mit ineinander greifenden Stiften, die für einen festen Halt sorgen.  Einfaches Drücken der Schnallen zur Helminnenseite  löst die Verankerung und die Bänder können verstellt werden.

Push-Funktion: durch leichtes drücken auf den roten Button lässt sich das Band in der Länge verstellen. 

Drehverschluss: komfortables System, das durch kinderleichte Drehbewegung verstellbar ist. Ermöglicht eine optimale, stufenlose Anpassung und somit einen hervorragenden Halt bei allen Kopfbewegungen. 

Die von uns angebotenen Helme verfügen größtenteils über ein bewährtes Ratschensystem (Verstellmechanismus mit Drehverschluss), welches ein stufenloses Anpassen an die Kopfgröße des Trägers ermöglicht und somit auch die Akzeptanz und den Komfort steigert. 

Schutzhelm-Zubehör

Für unsere Schutzhelme sind eine Vielzahl von Zubehörprodukten erhältlich, mit denen sich die Helme Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen lassen. Kombinieren lassen sich die Arbeitsschutzhelme z.B. mit einem Kinnriemen gegen herunterfallen oder auch einem Windguard gegen Zugluft im Winter. All unsere Schutzhelme sind mit 30mm Stecktaschen zur Aufnahme aller gängigen Helm-Bügelgehörschützer und Visierhalterungen ausgestattet. Für laute Arbeitsbereiche empfehlen wir unsere Protec Helm-Gehörschutzkapseln, die einen SNR von 29 db(A) haben und somit einen exzellenten Schutz gegen Maschinen- oder Arbeitslärm bieten. Wenn Sie neben Ihrem Kopf auch Ihr Gesicht vor herumfliegenden Splittern oder Flüssigkeiten schützen möchten, empfehlen wir die Kombination mit unserem Helm Visier Panorama H inklusive Scheibe. Durch die unkomplizierte Anbringung des Visiers an einen unserer Helme, ist Ihr Gesicht im Handumdrehen mit geschützt. Auch unsere Schweißbänder sind selbstverständlich austauschbar. 

Leitsatz für die richtige Farbwahl

Weiß: Besucher, Architekten, Bauleiter und Poliere, Laborpersonal. Im Bergbau: Steiger.

Gelb: Arbeiter, Maurer, Magazinverwalter. Im Bergbau: Hauer.

Blau: Sanitärbranche, Schlosser (auch im Bergbau).

Rot: Vorarbeiter, Elektriker, Forstarbeiter. Im Bergbau: Grubenwehr.

Grün: Zimmermänner. Im Bergbau: Elektriker.

Orange: Eisenflechter/Stahlbetonbauer, Forstarbeiter, Sicherheitsbeauftrage (auch im Bergbau).

Jedoch können die Farben von der Funktion oder Qualifikation der Träger abweichen.

Kennzeichnung von Schutzhelmen

Industrieschutzhelme sind mit dem Namen des Herstellers, Helmtyp, Herstellungsdatum,

Kurzzeichen des Helmschalenmaterials, Größenbereich, CE-Zeichen sowie der

Nummer der europäischen Prüfnorm und der Kenn-Nummer der Prüfstelle, die für die Baumusterprüfung zuständig ist, gekennzeichnet. 

Norm - Kopfschutz nach EN 397

Die europäische Norm DIN EN 397 legt die Anforderungen an die Schutzfunktion der Schutzhelme fest. Es werden darüberhinaus auch Aussagen zur Konstruktion und den Materialien der Helme gemacht. Aber auch die regelmäßige Überprüfung der Schutzhelme wird darin festgelegt.

Die DGUV Regel 112-193 hingegen definiert die Benutzung von Kopfschutz. Andererseits besagt die Regel, dass alle Schutzhelme den Grundanforderungen der DIN EN 397 entsprechen müssen, damit sie ausreichenden Schutz gewähren. Sie gibt Aufschluss über die Bereitstellung, Auswahl sowie die Benutzung der Schutzhelme und nötige Unterweisung.

Wie bereits im vorherigen Abschnitt "Materialien Helmschale" erläutert, werden Schutzhelme aus Kunststoffen hergestellt. Diese haben jedoch zum früher verwendeten Metall den Vorteil des besseren Tragekomforts sowie die Reduzierung des Gewichtes, jedoch unterliegen sie aufgrund von Witterungs- und UV-Strahlungseinflüssen einem Alterungsprozess. Die kontinuierliche Benutzung und die auf den Schutzhelm wirkenden Umweltbedingungen führen dazu, dass der Helm nach ein paar Jahren versprödet und deswegen ausgetauscht werden muss. 

Schutzhelme aus thermoplastischen Kunststoffen haben eine Lebensdauer von ca. 4 Jahren, diese kann durch Witterungseinflüsse verkürzt werden. Schutzhelme aus Duroplasten dagegen haben eine längere Haltbarkeit von ca. 8 Jahren. 

Hier kann Ihnen auch zur Groborientierung der Knacktest helfen, der Ihnen verrät ob es schon zu einer Versprödung der Helmschale gekommen ist. Bei diesem Test drücken Sie die Helmschale seitlich leicht mit den Händen ein bzw. der Schirm leicht verbogen. Können Sie währenddessen, durch ein aufgelegtes Ohr an diesem Helm, Knister- oder Knackgeräusche wahr nehmen, empfiehlt es sich den Helm auszutauschen. 

Unterliegt der Helm einer mechanischen Einwirkung, z.B. durch einen heftigen Stoß, sollte der Helm ebenso ausgetauscht werden, da die  Schutzfunktion des Schutzhelmes sonst nicht mehr garantiert werden kann. Wie gleichermaßen schon in der EN 397 aufgeführt, werden auch in der DGUV die Wartungs-, Reparatur- und Ersatzmaßnahmen für Schutzhelme kurz benannt.

Nachfolgende Grundanforderungen an die Schutzfunktion des Helms müssen laut DIN EN 397 gewährt werden:

Stoßdämpfung (durch elastische und plastische Verformung)

Durchdringungsfestigkeit (gegen spitze und scharfe Gegenstände)

Flammbeständigkeit

elastischer Durchgangswiderstand

Gewährleistung eines optimalen Sitzes

Daneben gibt es Schutzhelme für folgende Spezialanwendungen, die jeweils besonders geprüft werden:

Einsatz bei sehr niedrigen Temperaturen bis –30 °C

Einsatz bei sehr hohen Temperaturen, 150 °C

Gefährdung durch kurzfristigen, unbeabsichtigten Kontakt mit Wechselspannungen bis 440 V

Gefährdung durch Spritzer von geschmolzenem Metall (MM)

Gefährdung durch seitliche Beanspruchung (LD)

Die von uns angebotenen Industrieschutzhelme unterliegen alle der CE EN Norm 397 und erfüllen somit die sicherheitsrelevanten Anforderungen am Bau und Industrie.

Die richtige Auswahl von Schutzhelmen - wir helfen gern

Durch Beachtung der folgenden Punkte können Sie den Träger eines Sicherheitshelmes schützen ohne ihn zu belasten:  -geringes Gewicht, gute Passform, gute Verstellbarkeit der Innenausstattung, - gutes Belüftungssystem.  All dieses bieten wir Ihnen mit unseren Sicherheitshelmen. Falls Sie noch Fragen zu unseren Schutzhelmen haben, kontaktieren Sie uns telefonisch (05742 93030) oder per EMail  (info@fitzner.de).