Atemschutz und wie er richtig eingesetzt wird.

Schützen Sie sich vor Atemwegserkrankungen und beugen sie Spätschäden vor. Unsere große Auswahl von Atemschutzprodukten wie Atemschutzmasken schützen sie vor kleinsten Partikeln, Gasen und Dämpfen.

Atemgifte kommen in verschiedenen Branchen, beispielsweise der Industrie oder im Handwerk vor und können sich unterschiedlich entwickeln. Diese Gefahr sollte nicht unterschätzt werden. Schützen Sie sich vor diesen Atemgiften, die häufig in chemischen Stoffen, Stäuben, Bakterien oder Schimmel vorkommen. Um Ihnen einen Überblick über die vielen unterschiedlichen Arten von Masken und Filtern zugeben, haben wir Ihnen ein kleinen Leitfaden zusammengestellt.

Das Atemschutz ABC:

Atemschutz ist am Arbeitsplatzerforderlich wenn eine Gefährdungsbeurteilung vorhanden ist.

Die Berufsgenossenschaft hilft ihnen hier eine richtige Beurteilung zu erstellen.

Folgende Kriterien sind hierfür Notwendig:

Umgebungsatmosphäre, z.B. Sauerstoffgehalt, Art und Konzertration der Schadstoffe, Temperatur, Brand und Explosionsgefahr

Örtlichkeit z.B. Art des Raumes, Bewegungsfreiheit

Verwendungszweck, z.B. Arbeitsdauer, Rückzugszeit, Schwere der Arbeit, Rettung, Flucht

arbeitsmedizinische Eignung des Trägers, regelmäßige Mitarbeiterschulung und Wartung

Weitere Informationen, wie und unter welchen Gegebenheiten der Anwender Atemschutzmasken oder Atemschutzsysteme einsetzen sollte finden sie hier- DGUV 112-190. Zusätzlich finden Sie wichtige Informationen zur Bereitstellung, Gefährdungsbeurteilung, Auswahl, Unterweisung der Mitarbeiter und Kennzeichnung.

Das Thema Atemschutz sollte sensible behandelt werden !

Folgende Kriterien sollten Sie bei der Wahl ihrer Atemschutzmaske beachten:

Kenntnis der gegenwärtigen Schadstoffe nach Art, Eigenschaft, Zusammensetzung und Konzentration

Der Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft muss mehr als 17 Vol% betragen.

Gasfilter dürfen nur bei gasförmigen Schadstoffen eingesetzt werden - nicht gegen Partikel

Partikelfilter dürfen nur bei partikelförmigen Schadstoffen eingesetzt werden - nicht gegen Gase

Bei gleichzeitigem Auftreten von Gasen und Partikeln, oder wenn Partikel Gase freisetzen sollten, sollte eine Kombination von Partikel- und Gasfiltern verwendet werden.

Das Grundprinzip von Filteratemschutz

Für Schadstoffe sind Grenzwerte definiert, die am Arbeitsplatz nicht überschritten werden dürfen (MAK = Maximale Arbeitsplatzkonzentration, TRK = Technische Richtkonzentration). Ist die Konzentration der Stoffe höher, muss eine Atemschutzmaske eingesetzt werden.

Atemschutz hat die wichtige Funktion, die Umgebungsluft vor dem Einatmen von gesundheitsschädlichen Bestandteilen zu befreien. Abhängig vom jeweiligen Schadstoff werden spezielle Filtermaterialien verwendet.

Deswegen ist es notwendig zu wissen, welcher Schadstoff vorhanden ist.

Atemschutz - Auswahlhilfe

Die europäische Norm EN133 teilt Atemschutzgeräte in zwei Klassen:

Umluftabhängiger Atemschutz - mit Atemanschluss und Filter / bei eigener Lungenkraft / nicht atemunterstützt

Umluftunabhängiger Atemschutz mit Atemanschluss und einer Einrichtung zur Versorgung mit nicht verunreinigtem Atemgas

Grundsätzlich wird bei umluftabhängigen Atemschutzmasken davon ausgegangen, dass die Umgebungsluft noch genügend Sauerstoffgehalt beinhaltet und die Gefahrstoffkonzentration sich in einem Bereich befindet der es ermöglicht, dass die Atemluft dank Filtern direkt gereinigt wird.

Wenn die Gefahrstoffkonzentration zu hoch ist und ein Filter alleine nicht ausreichend ist, muss eine umluftunabhängige Atemschutzmaske eingesetzt werden.

Umluftabhängige Atemschutzmasken werden in zwei Typen unterteilt:

Partikelmasken - Schutz gegen Partikel - Einweg

Masken - Schutz gegen Gase/Dämpfe und Partikel - Mehrweg mittels Wechselfilter

Maskentypen- die richtige Maske für jedes Terrain

Partikelfiltrierende Halbmasken (Partikelmasken) bestehen Hauptsächlich aus dem eigentlichen Filtermaterial. Sie sind für den einmaligen Gebrauch vorgesehen. Ihre Schutzklasse ist mit der Halbmaske mit Partikelfiltern gleichzusetzen.

Halbmasken schirmen die Nase und Mund ab.

Vollmaskenschirmen das gesamte Gesicht ab. Sie haben eine höhere Schutzwirkung als Halbmasken, da sie dichter am Gesicht liegen und zusätzlich die Augen schützen.

Filtertypen - Holen Sie tief Luft! Wir haben den passenden Schutz für ihre Atemwege.

Gasfilterschützen vor Gasen und Dämpfen, wobei diesein mehreren Arten, und die Filter in entsprechende Typen unterteilt werden.

Partikelfilter schützen vor Staub, Rauch, Spray, und Nebel, sowie Mikroorganismen, Viren und Sporen.

Kombinationsfilter sind Gas- und Partikelfilter ein einem.

Klassifikation von Atemschutzmasken mit Partikelfiltern

Die EN 149:2001 + A1:2009regelt die Mindestanforderungen für partikelfiltrierende Masken in den jeweiligen Schutzstufen. Diese Masken bieten Schutz gegen feste, als auch gegen flüssige Aerosole. Mittels Messung der Filterleistung wird die Schutzstufe ermittelt. Es gibt drei Schutzklassen: FFP (FilteringFace Piece) 1, FFP 2 und FFP 3

Geräteart Vielfaches des Grenzwertes (GW) Bemerkungen / Einschränkungen
Partikelfiltrierende Halbmaske FFP1, P1 4 Nicht gegen Partikel krebserzeugende und radioaktive Stoffe, luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 2 und 3 und Enzyme.
Partikelfiltrierende Halbmaske FFP2, P2 10 Nicht gegen radioaktive Stoffe, luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3 und Enzyme.
Partikelfiltrierende Halbmaske FFP3, P3 30

NR = nur für eine Schicht verwendbar (non reusable)

R = wieder verwendbar (reusable) / Für R –Masken ist eine Dolomitstaub Prüfung “D“ Plicht

Klasseneinteilung der Partikelfilter

Klasse P1 P2 P3
Abscheidegrad Niedrig Mittel hoch

Höherer Abscheidegrad:

geringere Leckage, d.h. höherer Schutz

bei höheren Schadstoffkonzentrationen einsetzbar

Klassifikation von Atemschutzmasken mit Gasfiltern

Gasfilter und ihre Anwendungsbereiche werden durch unterschiedliche Farben und Buchstaben kenntlich gemacht:

Filtertyp Hauptanwendung (Schadstoffe) Klassen Kennfarben
A Organische Gase und Dämpfe, also z.B. Lösemittel, wie Terpentin, Nitro-Verdünnung, Benzin, Per, Toluol, Xylol mit Siedepunkt > 65?C 1,2,3 Braun
AX Organische Gase und Dämpfe mit Siedepunkt < 65?C der Niedrigsieder Gruppe 1 und 2 (siehe BG-Vorschriften) _ Braun
B Anorganische Gase und Dämpfe wie: Blausäure (Hydrogencyanid), Chlor Schwefelwasserstoff (Hydrogensulfid), jedoch nicht gegen Kohlenmonoxid 1,2,3 Grau
E Saure Gase und Dämpfe z.B. Chlorwasserstoff (Salzsäuredampf), Schwefeldioxid und Hydrogenchlorid 1,2,3 Gelb
K Ammoniak und organische Ammoniak-Derivate 1,2,3 Grün
SX Spezielle Gase wie auf dem Filter angegeben - Violett
NO NitroseGase (z.B. NO, NO?) - Blau
HG Quecksilberdampf und Quecksilberverbindungen - Rot
Reaktor Radioaktives Jod inkl. Jodmethan - Orange
CO Kohlenmonoxid - Schwarz
P Partikel 1,2,3 Weiß

Mehrbereichsfilter beinhalten mehrere Gasfiltertypen, Kombinationsfilter vereinigen Gas- und Partikelfilter.

Klasseneinteilung der Gasfilter

Klasse 1 2 3
Abnahmevermögen Niedrig Mittel hoch

Höherer Aufnahmevermögen:

längere Standzeit bei gleicher Gaskonzentration

bei höheren Schadstoffkonzentrationen einsetzbar

Begrenzte Lebensdauer von Atemschutzmasken

Für alle Arten von filtrierenden Atemschutzmasken und Filterpatronen gilt, dass Ihre Lebensdauer nur begrenzt ist.

Eine genaue Einsatzdauer lässt sich nicht verbindlich bestimmten. Atemschutzmasken und Filter müssen aus diesem Grund rechtzeitig ausgetauscht werden, damit eine Schutzfunktion gegeben ist. Grundsätzlich gilt: steigt der Atemwiderstand signifikant an, ist davon auszugeben, dass die Leistungsfähigkeit der Maske erschöpft ist.

Filtrierende Halbmasken, die nicht gesäubert werden können oder die Kennzeichnung NR (not resusable) besitzen, sind am Ende einer Arbeitsschicht auszutauschen.

Gasfilter sind dann erschöpft und zu tauschen, wenn der Schadstoffgeruch durch die Filter wahrgenommen wird. Einige Gase sind allerdings geruchslos und erfordern deshalb besondere Vorsicht.

Der überwiegende Teil aller Gas- und Partikelfilter bzw. filtrierenden Halbmasken besitzen eine maximale Lebensdauer von 5 Jahren. Jedoch hat diese Regel nur bestand, wenn ein Gasfilter nicht aus der Originalverpackung genommen wurde. Auch unbenutzte, ausgepackte Gasfilter haben eine maximale Lebensdauer von 6 Monaten.

Die richtige Auswahl von Atemschutzmasken

Wir bieten Ihnen ein vielfältiges Sortiment an Atemschutzprodukten — von Einweg-Partikelmasken bis hin wiederverwendbaren Halb- und Vollmasken:

filtrierende Partikelmaskengemäß EN 149:2001

Halb- und Vollmasken für Gase und Dämpfe gemäß EN 140

Unsere Partikelmasken überzeugen durch:

hohes Tragekomfort dank Vorformung

formbarer Nasenbügel für optimale Passform

niedriger Atemwiderstand und hohe Filterleistung für komfortables Atmen

zertifizierte Qualität nach EN149 2001+ A1:2009

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Hinweis

Es obliegt dem Verwender vor Verwendung der Masken selbst zu prüfen, ob sich die Maske im Hinblick auf mögliche anwendungswirksame Einflüsse für den von ihm vorgesehenen Verwendungszweck eigen. Haftungsausschluss: Alle Informationen auf dieser Seite sind mit größter Sorgfalt zusammengetragen worden. Dennoch können wir keinerlei Fehler oder Irrtümer übernehmen.

Wir von Fitzner Arbeitsschutz stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat rund um das Thema Atemschutz beiseite. Schreiben Sie uns unter info@fitzner.de oder rufen Sie uns einfach an unter 05742 930 30.