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Sie wollen ein mikroelektronisches Bauteil vor elektrostatischer Entladung schützen ?                        

Ein ESD Handschuh hilft Ihnen hierbei. Aufgrund von Bewegung und Reibung lädt sich der Menschen ständig statisch auf. Bei einer drauf folgenden Berührung mit einem leitenden Gegenstand entlädt sich die angesammelte Spannung innerhalb von Sekunden. Elektrostatische Entladungen können mehrfach am Tag vorkommen, jedoch sind diese für den Anwender oftmals nicht wahrnehmbar. Treffen diese Ladungen jedoch auf empfindliche elektronische Bauteilen, kann es zu beachtlichen Schäden bis hin zum vollständigen Funktionsverlust kommen. Durch den Gebrauch eines antistatischen Schutzhandschuhs sammelt sich die Ladung nicht, sie wird kontinuierlich bei jeder Berührung mit einer geerdeten Oberfläche wieder abgegeben. Messmethoden der Leitfähigkeit nach EN 1149 (Schutzkleidung) bzw. EN 613405 (Schutzausrüstung) und EN 16350 (Schutzhandschuhe). 

Die Norm DIN EN 16350:2014

Die Norm DIN EN 16350:2014 definiert Prüfbedingungen und Grundvoraussetzungen für die elektrostatischen Eigenschaften von Schutzhandschuhen. Inhalt wie folgt:

Durchgangswiderstand muss geringer als 100 Megaohm sein (Rv < 1,0 x 108 ?).

getestet wird der Durchgangswiderstand Rv nach DIN EN 1149-2:1997

Das Prüfklima zur Festlegung des Durchgangswiderstands muss sich zusammensetzen aus einer Lufttemperatur
        von 23 ± 1 °C und einer relativen Luftfeuchte von 25 ± 5 %.

Es wird fünf mal gemessen und jeder dieser einzelnen Messwerte muss den Grenzwert absolvieren.

Leitfähig dank Spezialliner 

Die Leitfähigkeit der Handschuhe wird oftmals durch leitfähige Spezialfasern erzielt, die in den Handschuh-Linern eingearbeitet werden wie z.B. Carbon oder Kupfer. Einige homogene Materialien wie bspw. Nitril können bei der richtigen Zubereitung auch antistatische Eigenschaften aufweisen.

ESD Kennzeichnung

In Wirklichkeit gibt es momentan keine ESD-Norm und somit auch keine normbasierte, zulässige ESD-Kennzeichnung für Schutzhandschuhe. Eine ESD-Kennzeichnung wie z.B. im Berufsbekleidungs- oder Schuhbereich beruht auf der Norm DIN EN 613405-1, diese Norm lässt sich nicht auf Schutzhandschuhe anwenden. Wird das ESD-Siegel auf einem Handschuh verwendet, dient dies dazu dem Anwender eine Hilfestellung zu geben, dass es sich bei dem Handschuh um einen nach DIN EN 16350:2014 getesteten Handschuh handelt. Die Kennzeichnung ist jedoch nicht verbindlich.
Dennoch können Handschuhe, die positiv nach EN 16350 getestet wurden, ohne Risiken in Bereichen eingesetzt werden, die ESD-Produktschutz erfordern.

Fragen -  kompetente Beratung

Für Fragen zum Thema ESD und unseren Produkten steht Ihnen unser Team auch gerne telefonisch, als auch per Email zur Verfügung.

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